Glowscreen




Die Entstehung der Glowscreen-Methode




Eines Tages besuchte ich meinem Vater in seiner Werkstatt. Er hatte einen Bildschirm übrig. Mein Vater interessiert sich schon seit Jahren für die verschiedenen Qualitäten von Lichtern. Er beschäftigt sich oft mit der Frage, ob eine Glühlampe oder eine LED-Lampe das passendere Licht liefert. Da wir uns beide für Technik interessieren, nahmen wir diesen Bildschirm sorgfältig auseinander bis nur noch die vordere Glasscheibe übrig war. Diese Scheibe ist mit vielen Pixeln versehen, so dass das Bild noch immer sichtbar ist, wenn wir selbst für eine Belichtung sorgen. Wir müssen für eine exterene Belichtungsquelle sorgen, da die LED-Beleuchtungsscheibe beim Auseinandernehmen entfernt wurde. Als wir sahen, dass ein Bildschirm noch immer funktioniert auch wenn alles bis auf die vordere Scheibe entfernt wird, waren wir begeistert. Wir träumten davon, diese für uns neue Entdeckung, populär machen zu können. Irgendwann kam mir die Idee, vier Bildschirme, die nun nur noch eine Glasscheibe sind, zu einem Quadrat anzuordnen. Damals dachte ich dieser Qubus würde zum Beispiel am besten auf einen Sitzungstisch passen. Somit müssten bei einem langen Tisch nicht alle Leute versetzt sitzen, um auf die Leinwand sehen zu können. Wenn nun einer oder zwei der viereckigen Glowscreens auf einem Sitzungstisch stehen würden, könnten alle einen Blick auf das dargestellte Bild werfen, ohne dabei ihren Stuhl verschieben zu müssen. Die Idee mit dem viereckigen Bildschirm blieb, allerdings die mit der Nutzung für einen Sitzungstisch verflog und es ging in Richtung Kunst Lampen Fernseher. Bei den ersten paar Versuchen eines solchen Quaders, hat die Technik unnötig viel Platz eingenommen. Es waren nun vier Bildschirme und mindestens einen Meter Technik darunter. Für den Sockel, auf dem die Bildschirme standen, gingen wir in Brockenhäuser, um dort alte Schränke zu kaufen. Unser Ziel war es, die Technik unsichtbar zu machen und dabei ein schönes Gesamtprodukt zu erschaffen. Nach einigem Ausprobieren haben wir eine Lösung des Problems gefunden und konnten die Technik auf ca. 5 cm Höhe reduzieren. Dies machten wir, indem wir den Controller vom Netzteil trennten und ein eigenes Netzteil anschlossen. Später wird auf diese technische Details noch genauer eingegangen. Als der Glowscreen ein bestimmtes Level erreicht hatte, kümmerten wir uns um Material. Wie es der Zufall wollte, stiessen wir auf ein Angebot von der Jobfactory Basel. Dieses Angebot lautete 180 Bildschirme für 1’500.- Franken. Wir fuhren sofort mit dem Auto dorthin und luden es voll. Nun hatten wir 180 Bildschirme zu Hause im Keller, jedoch niemanden der so einen Bildschirm kaufen wollte, da es sich um ein bisher unbekanntes Produkt handelte. Über eine längere Zeitspanne hinweg bastelten wir an dem Glowscreen herum, bis er sich verbesserte und unserer Meinung nach einigermassen in Ordnung war. Dennoch ist mir ist klar, dass sich immer noch einiges verbessern lässt.